DOMINIKUS-ZIMMERMANN-GYMNASIUM Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium in Landsberg am Lech

Neu – und erstmal nur für kurze Zeit ...
Das Theaterabo des DZG

In diesem Schuljahr wurde erstmals ein Theaterabonnement in Zusammenarbeit mit dem Theaterjugendring München für alle Schülerinnen und Schüler der zehnten, elften und zwölften Jahrgangsstufe angeboten. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dadurch zusammen mit drei begleitenden Lehrkräften insgesamt sechs Vorstellungen verschiedener Münchner Theater, darunter auch eine englischsprachige Inszenierung und eine Kabarettaufführung, besuchen. Die Auswahl der Stücke erfolgt durch den Theaterjugendring und wird etwa vier Wochen vor der jeweiligen Vorstellung bekannt gegeben. Dadurch ergibt sich die Gelegenheit, das breit gefächerte Angebot der kleinen und großen Bühnen Münchens in seiner Vielfalt kennen zu lernen.

Das Abo stieß auf großes Interesse und letztlich nahmen 31 Schülerinnen und Schüler an den einmal im Monat stattfindenden Theaterfahrten nach München teil. Freilich kam es nicht zu den geplanten sechs Besuchen ... Und gerade deshalb wollen wir kurz auf die gesehenen Stücke zurückblicken und voller Vorfreude das Abo für das kommende Schuljahr ankündigen.

Die erste Theaterfahrt zu Dürrenmatts Stück „Die Physiker“ am Volkstheater fand im November vergangenen Jahres statt. Dabei war die Anreise beinahe so aufregend wie das Stück selbst. Denn kommt so eine Bahnfahrt erst einmal ins Stocken, beginnen die Minuten schneller zu vergehen, als die sportlichste Theatergruppe laufen kann. Doch mindestens genauso rasant, bunt und komisch war dann die Inszenierung. Ein fulminanter Auftakt.

Anfang Dezember besuchten wir dann eine englischsprachige Aufführung über Nelson Mandela, die nichts weniger als die bewegende Lebensgeschichte des südafrikanischen Freiheitkämpfer zum Thema hatte. Die American Drama Group Europe setzte das Stück von Paul Strebbings und Phil Smith wort- und bildgewaltig in Szene und verdiente sich mehr als ihren Applaus.

Im Residenztheater erwartete uns dann zu Beginn des neuen Kalenderjahres eine moderne Interpretation von Maxim Gorkis Stück „Sommergäste“. Diese Vorstellung beeindruckte unsere jungen Theaterbesucherinnen und -besucher besonders – und das zurecht. Sowohl die schauspielerischen Leistungen als auch die Gratwanderung zwischen einer klassischen Inszenierung und dem Transfer des Stoffs in die Gegenwart konnten überzeugen.

Etwas gemischter waren die Eindrücke nach dem Besuch des Kabarett-Stücks von HG Butzko. In der Münchner Lach- und Schießgesellschaft versammelte sich am Lumpigen Donnerstag (Welch ein Sakrileg!) eine stark reduzierte Gruppe von Abo-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die gesellschaftskritischen Kommentare des Kabarettisten nicht immer zum Lachen brachten. 

Und dann kam die bis dahin vielleicht vielversprechendste Zuteilung: Franz Kafkas „Verwandlung“ an der oft so hoch gelobten Schauburg, dem Münchener Jugendtheater. Ein Versprechen, das leider nicht mehr eingelöst werden konnte ... noch nicht.

Weitere Eindrücke des Theaterabos gibt es hier