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Schullandheimaufenthalt der fünften Klassen in Bliensbach

Schon nach knapp zwei Wochen Unterricht und Ankommen am DZG hieß es für unsere diesjährigen Fünftklässler Abschied nehmen vom Schulalltag und Koffer packen für einen zweieinhalbtägigen Aufenthalt im Schullandheim Bliensbach. Begleitet von je zwei Lehrkräften und zwei Tutoren verbrachten dort drei bzw. zwei Klassen von Montag bis Mittwoch bzw. von Mittwoch bis Freitag intensive Kennenlerntage.


Auf dem Programm standen ganz andere Anforderungen als in der Schule: das eigene Bett selbst beziehen, Verantwortung für den Tischdienst übernehmen, in Gruppen an einer Rallye teilnehmen sowie Kooperationsspiele im Niedrigseilgarten. Die Tage erforderten viel Teamgeist, ein Zurücknehmen der eigenen Bedürfnisse und Eingehen auf die anderen, das genaue Einschätzen der eigenen Fähigkeiten, aber auch einen guter Blick für die anderen Klassenmitglieder mit ihren ganz eigenen Begabungen und Schwächen.
Unterstützt durch Tutoren, Lehrkräfte und Trainer im Niedrigseilgarten clip fanden sich so die einzelnen Klassen zu echten Gemeinschaften zusammen und lernten sich gut kennen. Dazu trug auch die angenehme Atmosphäre im Haus, das wir ganz für uns hatten, bei. Es blieb an den sonnigen Tagen viel Zeit zum Spielen, Basteln, Kennenlernen und für kleine Unterrichtseinheiten mit verschiedenen Schwerpunkten: Jonglierbälle basteln, Gesprächsregeln erarbeiten, gemeinsames Singen und Musizieren.
Ein Highlight waren die Spiele im Niedrigseilgarten: Mehrere Aufgaben auf der Wiese hinter dem Haus erforderten ein hohes Maß an Kooperation; und es stellte sich rasch heraus, dass nicht die zunächst als Wortführer auftretenden Schüler unbedingt die besten Ideen hatten, sondern dass es meist besser war, alle zu Wort kommen zu lassen und sich gerade auch die Vorschläge der Stillsten anzuhören. Denn nur zusammen und mit einer von allen akzeptierten Strategie konnten die kniffligen Herausforderungen gemeistert werden. Beim anschließenden Kletterparcours im nahegelegenen Wald waren dann Geschicklichkeit und Vertrauen gefragt – sich von jemandem sichern zu lassen und die Bodenhaftung aufzugeben erforderte doch einigen Mut. Und dass auch Lehrer sich in den Parcours wagten und von Schülern sichern ließen, fand bei den Klassen Anklag und förderte das Gemeinschaftsgefühl noch mehr.
Die schon sehr kühlen Nächte luden zum Erkunden der Natur und Schärfen der Sinne bei einer Nachtwanderung ganz ohne Licht ein. Es war für viele ungewohnt, sich nicht mehr auf den Sehsinn verlassen zu können: in einer langen Kette, Hand in Hand mit Vorder- und Hintermann, ging es langsam und mit tastenden Schritten sowie gespitzten Ohren durch den Wald, bevor dann über den Wiesen der Mond aufging und man wieder etwas sehen konnte. Die Eindrücke im Dunkeln inspirierten im Anschluss dann zu der ein oder anderen Gruselgeschichte auf den Zimmern.
Begehrt bei den Schülerinnen und Schülern waren auch zwei ganz besondere Räume im Haus: ein Meditationsraum mit einem Wasserbett, auf dem man sich bei angenehmer Musik entspannen konnte, und ein zweiter Raum, der durch Licht- und Toneffekte, kombiniert mit unterschiedlich gestalteten Nischen ganz verschiedene Sinne ansprach. Hier konnten sich kleine Gruppen eine Auszeit nehmen.
Ein großes Lob gebührt den Tutoren, die die Lehrkräfte bei allen Aktionen unterstützten, selbst Sport- und Spielangebote machten und das gegenseitige Kennenlernen erleichterten. Vor allem aber waren sie die ersten Ansprechpartner bei den großen und kleinen Sorgen, wenn etwas nicht wie zuhause war oder doch Anflüge von Heimweh auftraten.
Voller Eindrücke und mit einem neuen Blick auf die anderen Kinder in der Klasse wurden dann am Abreisemorgen die Klassensprecher für das Schuljahr gewählt. Dabei gab es nach den gemeinsamen Erfahrungen der beiden Vortage die ein oder andere Überraschung, weil man sich nun besser kannte und um verborgene Stärken wusste.
Mit dem Gefühl, jetzt wirklich am DZG angekommen zu sein, erreichten die Klassen am jeweils dritten Tag mittags müde, aber glücklich wieder die Schule.
Monika Zimmermann
Aus Datenschutzgründen (fehlende Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten) konnte dieses Jahr leider kein einziges Foto zur Illustration des Aufenthaltes im Schullandheim für eine Veröffentlichung auf der Homepage freigegeben werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 22.11.18 aktualisiert.

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