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Studienfahrt der Q12 in die Toskana

Sonntag: In aller Früh, bevor die Sonne aufgegangen war, versammelten sich alle Schüler der Q 12 auf dem Busparkplatz der JWR, um gähnend, aber aufgeregt plappernd ihre vollgepackten Koffer in den Bus zu verladen. Nach einer langen Busfahrt, bei der wir auf den Rastplätzen immer wieder die andere Gruppe getroffen haben, kamen wir endlich am Campingplatz in Marina di Massa direkt am Meer an. Schnell stellten wir fest, dass man hier ohne Mückenspray nicht lange überlebt, aber in den kleinen Häuschen, auf die wir uns dann aufteilen konnten, war man gut geschützt. Dort hieß es: Selbstversorgung, und was macht man als erstes zu Essen in Italien? Genau – PASTA!
Montag: Mit dem Zug ging es von La Spezia aus in die wunderschönen Küstendörfer der Cinque Terre, angefangen bei Vernazza. Dort hatten wir erst einmal ausgiebig Zeit, die vielen verwinkelten Gassen und bunten Fassaden zu erkunden und uns abseits der Touristenmassen einen schönen Platz zum Picknicken und Fotografieren zu suchen. Anschließend ging es zu Fuß für die ganze Gruppe auf die Wanderung bis nach Corniglia und selbst diejenigen, die anfangs noch wegen des anstrengenden Aufstiegs murrten, waren von der atemberaubenden Aussicht auf die Küste und das Meer beeindruckt. Mit dem Zug, auf den wir wegen der „italienischen Pünktlichkeit“ eine ganze Weile warten mussten, machten wir noch kurz einen Abstecher nach Manerola, wo wir zwar durch den hohen Wellengang am Baden gehindert wurden, aber die Zeit nutzten, um unserer Füße von der Wanderung auszuruhen und noch ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen.
Dienstag: Pisa darf auf einer Toscanareise natürlich nicht fehlen. Nachdem wir uns dort vor den äußerst hartnäckigen Straßenverkäufern gerettet hatten, wurden wir mit einer informativen und unterhaltsamen Führung (ohne Ironie, es war wirklich spannend!) über die Piazza del Duomo, auch Platz der Wunder genannt, geleitet und durften neben dem berühmten Schiefen Turm auch den imposanten Dom und das Baptisterium bestaunen. Anschließend ging es weiter nach Lucca, einer Stadt, die wirklich eine Reise wert ist. Dort befinden sich nicht nur zahlreiche historische Kirchen und Aussichtstürme, sondern auch schöne Plätze, Geschäfte und Restaurants. Wer Lust auf Bewegung hatte, konnte sich ein Fahrrad mieten und damit eine Tour auf der Stadtmauer machen. Ein besonderes Highlight der Stadt ist die angenehme italienische Abendstimmung, wenn die Luft summt vor fröhlichen Gesprächen und man gemütlich im Restaurant eine frische Pizza genießen kann.
Mittwoch: Begleitet von einer überaus redefreudigen Führerin fuhren wir am nächsten Tag mit dem Bus zu den bekannten Marmorsteinbrüchen von Carrara. Dort erfuhren wir einiges über die Sprengung und die Verarbeitung von Marmor, der auch heute noch dort abgebaut wird. Der Anblick der strahlend weißen Felsen war von weitem sehr beeindruckend, aber leider konnten wir keinen Blick in die Steinbrüche werfen. Dafür ergatterten wir im Souvenirladen ein paar Kleinigkeiten, natürlich aus Marmor. Nachmittags gab es dann niemanden, der bei dem schönen Wetter nicht am Strand zu finden war. Egal ob Fußball, Volleyball, Yoga oder Baden, für jeden war etwas dabei, selbst ein Tritt in einen Seeigel konnte einem da nicht die Stimmung vermiesen. Am Abend versammelten sich alle wieder trocken am Strand und es wurde unter Gitarrenbegleitung bis spät in die Nacht gesungen.
Donnerstag: Eine ganz besondere Attraktion war der Besuch der Kiwi-Plantage von Vicopisano. Dort wurden wir durch den Hain und die Produktionshallen geführt und lernten einiges zur Ernte und Verarbeitung von Kiwis, Oliven und Weintrauben. Im Anschluss wurden uns im Garten der Plantage verschiedene Ölsorten zur Verkostung bereitgestellt. Danach gab es weitere Spezialitäten des Hauses wie Salami, Pastete und Kiwimarmelade. Nach diesem erholsamen Nachmittag ließen wir den Abend am Campingplatz mit einem selbstorganisierten Buffet, zu dem jedes Zimmer eine Leckerei beitrug, gemütlich ausklingen.
Freitag: An diesem Morgen hieß es leider schon: Koffer packen und Zimmer ausräumen. Nach einem letzten Vormittag am Strand ging es dann zum Bus. Spät in der Nacht kamen wir alle müde, erschöpft, aber voller schöner Erinnerungen wieder in Landsberg an.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Begleitlehrkräften Frau Kahl, Frau Pallmer, Herrn Frauenrath und Herrn Schappert für die Planung und Ermöglichung dieser Reise bedanken. Danke, dass Sie uns im Kampf mit Stromausfällen, Überflutungen und Mückenplagen tatkräftig unterstützt und gelegentlich auch ein Auge zugedrückt haben. Dadurch ist es für uns eine wunderschöne und garantiert unvergessliche Reise geworden.

Daniela Janker, Q12

Diese Seite wurde zuletzt am 25.05.20 aktualisiert.

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