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Broadstairs ist eine Reise wert!

Besuch der Kent School of English mit den Siebten Klassen

Treffpunkt Busparkplatz Platanenstraße, an einem Oktobersonntag mitten in der Nacht um zwei Uhr: Geschäftiges Treiben: Ein Bus ist gerade zurückgekehrt, die Mitreisenden sind etwas geschafft, aber voller neuer Eindrücke, die sie den wartenden Eltern bald mitteilen werden.
Vor dem anderen Bus: Aufgekratzte Siebtklässler, in freudiger Erwartung der lange und mit Spannung ersehnten Fahrt nach Broadstairs, Kent, im Südosten des Vereinigten Königreichs, ein beschauliches, romantisches Städtchen an der Küste.
Doch zunächst steht den SchülerInnen und den drei begleitenden Lehrkräften Herrn Janker, Frau Brodale und Frau Specker eine lange Fahrt bevor, über Ulm, Köln, durch Belgien, an Brüssel vorbei, nach Frankreich zum Fährhafen in Calais. Von dort bei schönstem Herbstwetter die Überfahrt nach Dover, wo die Reisegruppe von typisch englischem Regenwetter und der hereinbrechenden Nacht empfangen wird.
Groß ist die Spannung bei der Ankunft in Broadstairs: Haben wir nette Gasteltern? Wie sieht es in dem Heim aus, das für die nächsten sieben Nächte mein Zuhause sein wird?
Der Montag bringt wieder schönstes und auch für England ungewöhnlich warmes Herbstwetter, was den Einstieg in die Routine für diese Schulwoche erheblich erleichtert: Morgens nach der Fahrt mit dem Shuttlebus zur Victoria Parade werden die Landsberger der Dominikus-Zimmermann-Group 2 nach anfänglichem Nebel nicht nur von strahlendblauem Himmel und einem grandiosen Ausblick auf das Meer empfangen, sondern auch vor den viktorianischen Gebäuden der Kent School of English von deren zahlreichem Lehrpersonal. Es folgt eine allgemeine Einführung und ein Einstufungstest und fürs Mittagessen können die SchülerInnen in Kleingruppen gleich einmal ihre Englischkenntnisse im Alltag testen und sich im Ladenzentrum Fish and Chips, Sandwiches oder andere typische oder weniger typische (Pizza) Mittagmahlzeiten besorgen.
Nachmittags soll die Landsberger Gruppe mittels einer Stadtrallye den Ort genauer kennenlernen. Nach der Siegerehrung trauen sich sogar ein paar Mutige zusammen mit Frau Brodale am Strand die Füße im Wasser zu kühlen.
Die abendliche Disko wird von einigen als cool empfunden, bei anderen machen sich die lange Fahrt und die vielen neuen Eindrücke bemerkbar und der ein oder andere Schüler wird bei einem Nickerchen in einer stillen Ecke beobachtet.
Gut, dass am Dienstag Routine angesagt ist: Morgens Unterricht, nachmittags Unterricht und am Abend „Sing along“ mit der Hausband der Kent School of English (KSE).
Dafür folgt am Mittwoch ein großer Tagesausflug nach London. Nach ca. zweistündiger Busfahrt geht die Tour los beim Royal Observatory (Sternwarte) in Greenwich, beim Nullmeridian, und dann mit dem Thames Cruiser zur Burganlage des Tower. Auf diesem Areal erkunden die Siebtklässler wieder in Kleingruppen verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Londons bis hin zur Neuzeit, denn auch die Kronjuwelen und zahlreiche andere royale Artefakte können in diesem Museumskomplex bewundert werden.
Weiter schippert die Gruppe unter der Tower Bridge hindurch in Richtung Westminster, dem Regierungsviertel, leider diesmal bei sehr typisch englischem Nieselregen (drizzle). Dort können die Landsberger nur einen kurzen Blick auf die imposanten Gebäude werfen, weil gerade eine Kundgebung vor der Westminster Abtei stattfindet, aber den St. James’s Park finden die inzwischen etwas erschöpften Jungen und Mädchen auch viel erholsamer mit seinen Eichhörnchen und Wasservögeln. Als sich die SiebtklässlerInnen vor dem Buckingham Palace versammeln, erzählt einer der Begleiter der KSE Anekdoten über mehr oder weniger erwünschte Besucher bei der Queen und nach einem Erinnerungsfoto begibt sich der Dominikus-Zimmermann-Tross entlang der Prachtstraße The Mall zum Piccadilly Circus, einem Platz, der mit seiner Geschäftigkeit schon das nächste Abenteuer, nämlich die Rückfahrt zum Busparkplatz bei der O2-Arena mit der Tube zur Rush-Hour, vorwegnimmt, was zur großen Erleichterung der Lehrkräfte trotz Umsteigens ohne Probleme verläuft.
Da dieser gemeinsame Ausflug die Gruppe nun endgültig zusammengeschweißt hat, genießen die Landsberger die folgenden beiden Tage routiniert, aber in vollen Zügen:
Den Ausflug am Donnerstagnachmittag nach Canterbury, den abendlichen Barn Dance, der mit viel Gehopse in unterschiedlichen Formationen für Spaß und Bewegung sorgt, den Ausflug zum Ten-Pin-Bowling und schließlich der letzte Abend mit dem Karaoke-Singen.
Fast hätten sich alle Teilnehmenden, einschließlich der Lehrer, schon an die überwiegend sonnigen Tage voller interessanter neuer Eindrücke gewöhnt, da heißt es schon wieder Abschied nehmen von all dem Neuen. Manch einer ist dann am Samstag müde (siehe oben), aber sicherlich ein wenig reifer, stolz, weil er oder sie sich im fremden Land ohne Eltern behauptet hat, und angespornt für den Rest des Schuljahres, weil die Gruppe hervorragend harmoniert hat. Jeder hat ein Stück der englischen Kultur in sich aufgenommen und sich darauf gefreut, die Erlebnisse mit Eltern und Geschwistern zu teilen, auch wenn wieder mitten in der Nacht heimgekehrt wurde.
Dies gilt sicherlich auch für die erste Gruppe, Dominikus-Zimmermann 1, die schon eine Woche vorher unter der Leitung von Frau Schöneberg, Frau Kahl und Herrn Wendl ihren Sprachschulaufenthalt hatte.

Christine Specker

Diese Seite wurde zuletzt am 10.05.19 aktualisiert.

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