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P-Seminar "Brauen eines DZG-Bieres" in der Brauerei Holzhausen

Am 29.10.2019 war es so weit, endlich konnten wir unser zuvor perfektioniertes Bierrezept im großen Maßstab in der Brauerei Holzhausen brauen.


Um 8:30 Uhr hatte sich der erste Teil des P-Seminars vor der Braustube in Holzhausen versammelt, bereit loszulegen. Zu allererst zeigte uns der Braumeister die gesamte Anlage. Anschließend halfen ein paar starke Jungs beim Malz abwiegen und es wurde geschrotet und eingemaischt. Daraufhin durfte die Maische zwei Stunden kochen, damit sich die Enzyme lösen konnten und die Stärke sich in Zucker umwandelt. Während dies geschah, wurde uns erklärt, wie man auf den Alkoholgehalt im Bier schließen kann und wie man auf den gesamten Wasserbedarf für das Bier kommt. Nach einer kurzen Verschnaufpause war die Maische fertig gekocht und konnte abgeläutert werden. Während des Läuterns hatten wir die Möglichkeit, ein bisschen von der warmen Würze zu probieren. Diese hatte bereits die typisch braungoldene Farbe des Bieres, schmeckte jedoch sehr süßlich, aber trotzdem lecker. Das Läutern dauerte wieder einige Zeit und während wir warteten, wogen wir schon einmal den Hopfen für das Würzekochen ab. Dabei erfuhren wir einige interessante Dinge über den Hopfen. Mittlerweile gibt es beispielsweise durch Züchtung sehr unterschiedliche Arten von Hopfen, die für sehr unterschiedliche Geschmäcker in den Bieren verantwortlich sind.

Um 12:00 Uhr wurden die Schichten gewechselt und der zweite Teil des Seminars traf in der Brauerei ein. Die erste Aufgabe der Gruppe bestand darin, die beim Maischen anfallenden Rückstände des Malzes, den sog. Treber, aus dem Läuterbottich zu entsorgen. Mit einer Kelle versuchten wir, möglichst viel Treber aus dem Bottich zu fischen. Um den Läuterbottich ganz sauber zu bekommen, musste der gesamte Innenraum mit einem Schlauch abgespritzt werden, eine ziemlich anstrengende Angelegenheit, wobei auch die Kleidung nicht immer sauber blieb. Danach ging es für unseren Brauansatz zum Whirlpool. Dort wird durch schnelle Drehbewegungen die Würze von anderen Braurückständen getrennt. Auch hier durften wir einen Blick ins Innere der Whirlpools werfen. Der Braumeister zeigte uns außerdem, wie man die Stammwürze misst. Die Stammwürze ist der Haupteinflussfaktor auf den späteren Alkoholgehalt des Bieres und deshalb ein sehr wichtiger Wert beim Bierbrauen. Nachdem der Brauansatz abgekühlt war, wurde dieser in den Gärtank geleitet, wo sich durch Lagerung zusammen mit der Hefe der Alkohol bildet. Unsere Arbeit war damit beendet und nachdem wir aufgeräumt hatten, war der Brautag auch schon zu Ende.

Diese Seite wurde zuletzt am 28.11.19 aktualisiert.

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